LIMONCINO FRA‘ LUCA

LIMONCINO FRA’ LUCA

BESCHREIBUNG

13. September 1786. Der Morgen war herrlich, zwar wolkig, doch bei der Dämmerung still. Wir fuhren bei Limone vorbei, dessen Berggärten, terrassenweise angelegt und mit Zitronenbäumen bepflanzt, ein reiches und reinliches Ansehn geben. Der ganze Garten besteht aus Reihen von weißen viereckigen Pfeilern, die in einer gewissen Entfernung voneinander stehen und stufenweis den Berg hinaufrücken. Über diese Pfeiler sind starke Stangen gelegt, um im Winter die dazwischen gepflanzten Bäume zu decken. Das Betrachten und Beschauen dieser angenehmen Gegenstände ward durch eine langsame Fahrt begünstigt.

-J. Wolfgang Goethe, Reise nach Italien, 1816-1817-

Mit diesen schönen Versen, beschrieb Goethe, von der Vorstellung, die ihm die Ufer des Gardasees boten, verzaubert, die Zitronenhaine, die Gärten und den Ort Limone. Auf diese Weise wurden diese Orte, voller Zauber, Teil der Weltliteratur.

Limone am Gardasee ist weltweit einer der nördlichsten Orte, in welchem Zitrusfrüchte im Boden gepflanzt werden. Die ursprünglich aus China und Indien stammenden Pflanzen erreichten Europa um das Jahr eintausend, dank der Araber. Die Franziskanermönche brachten sie im 13. Jhd. in das Gebiet von Limone. Das milde Klima des Sees, die vorteilhafte Bodenbeschaffenheit und die Realisierung von besonderen Strukturen zur Verteidigung der (Zitronen-)Gärten ermöglichten den Anbau der Zitrusfrüchte. Ein besonderer Umstand, wenn man den Breitengrad des Orts berücksichtigt. Aufgrund der strengeren Temperaturen war der Anbau von Zitronen nördlich von Neapel nur in Töpfen möglich, die man im Winter an einem wärmeren Ort abstellen konnte.

Etwas später, um das 15. Jhd., wuchs exponentiell der Anbau und der diesbezügliche Handel der Zitrusfrüchte, dank der kommerziellen Initiativen und der avantgardistischen Organisierung, durch die sich die Republik von Venedig, die Serenissima, hervorhob. Unter der Herrschaft der Venezianischen Republik wurde die Realisierung von Zitronenhainen immer intensiver: auf künstlichen Terrassen realisierte Gewächshäuser, die an den Hängen der Berge anlehnten und sich durch ordentliche, in der Reihe angebrachten Mauerpfosten, die eine Stütze der zur Abdeckung im Winter vorgesehenen Fichtenbalken waren hervorhoben. Die Bewässerung erfolgte durch ein ausgeklügeltes Kanalsystem.

Dank dieser Strukturen konnte man eine bedeutungsvolle Produktion von Zitronen, Zedern und Orangen erzielen, die in alle europäischen Länder exportiert wurden. Die Nähe des Orts mit der österreichischen Grenze, nach der Überquerung der Alpen, erlaubte einen vernetzten Vertrieb dieser kostbaren Früchte. Der kleine Ort Limone wurde zwischen dem 18. und dem 19. Jahrhundert einer der bedeutendsten Exporteure von Zitrusfrüchten und belieferte sogar Russland. Die Eigenschaften der Zitrusfrüchte waren bekannt und bereits zu jener Zeit in ganz Europa geschätzt. Die Nachfrage war besonders groß, denn der hohe Vitamin C-Gehalt erlaubte den Völker aus Nordeuropa die Bekämpfung des Skorbuts.

Mit der Vereinigung Italiens erlebte der Zitronenhandel des Gardasees die Konkurrenz der Zitrusfrüchte, die in großen Mengen in den südlicheren Regionen produziert wurden. Deshalb setzten nun die Produzenten auf eine Differenzierung der Qualität und begannen die Früchte zur Herstellung von Marmelade, kandierten Früchten und alkoholfreien Getränken zu verwenden bzw. um Parfum und Essenzen zu erhalten.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann man auch in Limone am Gardasee, wie dies bereits in Capri, Sorrento und Amalfi erfolgte, Zitronenlikör herzustellen, indem man die Zitronenschalen im Alkohol ziehen ließ. Um diesen Likör vom in Kampanien produzierten Likör, der “Limoncello” genannt wurde zu unterscheiden, wurde ihm der Name “Limoncino” verliehen. Heute wird jedoch diese sprachliche Differenzierung nicht immer von den Produzenten beibehalten. Sie verwenden, ohne irgendwelche Unterschiede zu machen, beide Bezeichnungen.

Unser Zitronenlikör respektiert die Traditionen des Gardasees. In der Tat wird der “limoncino” Fra’ Luca in Limone sul Garda hergestellt und abgefüllt. Es werden dazu die Zitronen der Zitronenhaine aus dem 17. Jahrhundert der Familie “La Garbera” verwendet.

Wir können sagen, ohne dass man Widersprüche befürchten muss, dass der Limoncello bzw. der Limoncino seit den 1980er Jahren immer berühmter wurde. Heute ist er der weltweit berühmteste Digestif. Und auch der Beste!

DATENBLATT

Zutaten: Alkohol, Zucker, Zitronenschaleninfusion

OHNE KÜNSTLICHE AROMEN UND FARBSTOFFE

Alkoholgehalt: 28%Vol.

Nettogewicht: 700 mlGrossogewicht: 1,248 kg

Herstellerfirma: Pura srlVia Caldogno, 18 -25010 Limone sul Garda (BS) – Italia

Nicht vorrätig

Kategorie: